Informationen zur ASP Update 14.02.2026


Nach Frischlingsfund im Revier Schüllar:
ASP-Zäune werden ausgeweitet

Vor rund acht Monaten ist in Nordrhein-Westfalen das erste mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein im Kreis Olpe gefunden worden. Inzwischen sind rund 330 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf die ASP getestet worden. Bislang ist kein Hausschweinebestand in Nordrhein-Westfalen betroffen. Seit Beginn des Ausbruchs gelten in beiden Kreisen sowie im Hochsauerlandkreis Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der ASP.

Nach dem jüngsten Fund eines ASP-positiven Frischlings im Revier Schüllar in der Nähe von Bad Berleburg werden nun vorhandene Zäune in Richtung der Landesgrenze nach Hessen sowie zum Hochsauerlandkreis ausgebaut und neue Schutzzäune errichtet. Zudem muss die Sperrzone II erweitert werden. Die zukünftigen Restriktionszonen werden in Abstimmung mit dem MLV und LAVE unter Berücksichtigung der aktuellen Kadaversuchen eingerichtet werden.

In dem Fundbereich des Frischlings wurden bereits die Suchen durch Hunde und Drohnen weiter intensiviert. Laut Einschätzung von Pathologen war der gefundene Frischling erst wenige Tage infiziert. Bislang sind keine weiteren Kadaver gefunden worden. Ein in unmittelbarer Nähe erlegter Keiler wurde negativ getestet.

Ministerin Silke Gorißen: „Wir setzen den Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gemeinsam mit den Kreisen und in enger Abstimmung mit unserem Nachbarn Hessen fort. Nordrhein-Westfalen verfügt über genug technisches Material, um die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Wildschweine in der betroffenen Zone weiter zu stärken. Wir suchen hier auch den engen Schulterschluss mit unseren Nachbarn in Hessen, auch bei der Planung der tierseuchenrechtlich erforderlichen Zaunbaumaßnahmen.“

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht seit dem Ausbruch der ASP in Nordrhein-Westfalen mit dem hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat im engen Austausch, um die weitere Ausbreitung der Tierseuche in beiden Bundesländern zu unterbinden. In Hessen wurden im Jahr 2024 erstmalig Schweine positiv auf die ASP getestet und in diesem Rahmen seitdem Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel Zaunbauten in der Nähe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

12.02.2026 Quelle: Siegen-Wittgenstein.de


Karten


Kontakt Veterinäramt

Hinweise auf Totfunde: wildschweinfund@siegen-wittgenstein.de 

Fragen, die in den FAQs (siehe unten) nicht beantwortet werden: veterinaeramt@siegen-wittgenstein.de oder Tel. 0271 333-1120 (Mo.- Fr. 8 bis 16 Uhr)

Außerhalb der üblichen Dienstzeiten ist das Veterinäramt über die Kreisleitstellen der Polizei und Feuerwehr zu erreichen.


Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere, hochansteckende und unheilbare Virusinfektion, die ausschließlich gehaltene Schweine und Wildschweine befällt und fast immer zum Tod der infizierten Schweine führt. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich. Seit 2014 verbreitet sie sich in Europa, wobei vor allem südöstliche Länder betroffen sind.

BMLEH – Tierseuchen – Afrikanische Schweinepest (ASP): Informationen zur ASP Update 14.02.2026

Amtliche Bekanntmachung des Kreises Siegen-Wittgenstein

Afrikanische Schweinepest – Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein e.V.: Informationen zur ASP Update 14.02.2026

Gemeinsam gegen die Ausbreitung

Wenn Sie in NRW ein Wildschweinkadaver finden, bittet das Ministerium darum, die Funde sofort bei der Bereitschaftszentrale unter folgender Nummer zu melden: 0201/714488

ASP IN NRW – Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e.V.: Informationen zur ASP Update 14.02.2026

Die Kommentare sind geschlossen.